Autoren, Illustratoren und Sprecher stellen ihr Lieblingskinderbuch vor

Dass ich mit Alexa Hennig von Lange und ihren Büchern erwachsen geworden bin, hatte ich Euch ja bereits im Zuge der Rezension von Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte erzählt. Ganz besonders freue ich mich auf ihr Buch, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Marcus Jauer geschrieben hat. Dieses trägt den schönen Titel Stresst ihr noch oder liebt ihr schon? und erscheint am 22. August. Die gemeinsame Kolumne der beiden in der Nido sowie der Klappentext lassen mich doch sehr frohlocken.

Wie sehr ich frohlocken kann, überraschte übrigens in der letzten Woche meinen Mann – wie schön, dass man sich nach all den Jahren noch überraschen kann, oder? In der letzten Woche kam nämlich Alexas Zusage für diese Blog-Rubrik und mein Mann staunte, dass ich mit meinen Mitte 30 noch zu einem echten Fan-Girl mutieren kann!

Und hier ist er schon, der Beitrag von Alexa Hennig von Lange:

„Mit dreizehn Jahren bekam ich von meiner Mutter Der Fänger im Roggen in die Hand gedrückt. Meine Mutter sagte nur: ‚Das wird dir gefallen.‘ Ich las und war erleuchtet. Ich war fassungslos. Irre vor Glück.

J.D. Salinger
Der Fänger im Roggen, Rowohlt 2004

Dieses Buch war ich. Alles, was da drin stand, entsprang meinen innersten Empfindungen, meinen Sehnsüchten, Beobachtungen, Gedanken, Träumen, Ängsten, Wünschen und meinem Hunger nach Leben und Wahrhaftigkeit.

Dabei erzählte in diesem Buch kein dreizehnjähriges Mädchen, sondern der siebzehnjährige Holden Caulfield. Seine Geschichte spielte nicht Mitte der Achtziger, sondern Ende der Vierziger. Doch alles, was der Autor J.D. Salinger seinen jugendlichen Protagonisten beobachten und reflektieren lässt, ist so zeitlos wahr, dass die Kraft dieses Jugendbuches mich noch heute vor Ehrfurcht und Begeisterung im Kern erzittern lässt.“

 

J.D. Salinger: Der Fänger im Roggen. Rowohlt 2004, 8,99 €.

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