Autoren, Illustratoren und Sprecher stellen ihr Lieblingskinderbuch vor

In der letzten Woche hatte ich Euch bereits das neueste Kinderbuch von Antje Damm vorgestellt: Warten auf Goliath. Heute ist die studierte Architektin, die seit der Geburt ihrer ersten beiden Töchter (mittlerweile sind es insgesamt vier) Kinderbücher schreibt und illustriert, netterweise bereit, uns ihre liebsten Kinderbücher vorzustellen.

Doch zunächst noch ein wenig Wissenswertes über das sehr umfangreiche Werk von Antje Damm: Sie schreibt sowohl Bücher für sehr kleine Kinder (für Räuberkinder wurde sie 2009 für den Jugendliteraturpreis nominiert) als auch für große Kinder (im Tulipan Verlag ist aktuell ihr Roman PeterSilie erschienen). Egal, an welches Alter sich Antje Damm wendet, ihr Grundgedanke ist stets, Kinder und ihre Fragen ernst zu nehmen und dabei kein Thema auszusparen. Als Erwachsener sollte man sich die Zeit nehmen, komplizierte und vielleicht auch emotional schwierige Fragen zu beantworten, um Kinder zu selbstbewussten Menschen zu machen. Dieser Grundgedanke zeigt sich auch in Antje Damms Bücherauswahl:

Susann Kreller
Elefanten sieht man nicht, Carlsen 2012

„Eigentlich finde ich es schwierig ein einziges Buch zu benennen. Ein Buch, das mir in letzter Zeit aber besonders naheging und das ich hervorragend fand, war Susan Krellers Elefanten sieht man nicht, denn die Heldin Mascha, ein 13jähriges Mädchen, bemerkt etwas, vor dem die Erwachsenen aus ihrem Umfeld die Augen verschließen. Mascha glaubt, dass die blauen Flecke der zwei Kinder, die sie während der Ferien kennenlernt, kein Zufall sind. Und sie beschließt zu helfen.

Es geht dabei um Gut und Böse und um die Frage, welche Verantwortung wir anderen gegenüber haben. Ein großartiges und wichtiges Buch!

 

Stian Hole
Morkels Alphabet, Hanser 2016

Bei den Bilderbüchern bewundere ich Stian Hole mit seinen fantastischen Illustrationen und tiefgründigen Geschichten. Morkels Alphabet hat mich sehr beeindruckt. Es ist die Geschichte einer zarten Liebe zwischen einem Mädchen und einem Jungen, die jeder in einer eigenen Welt leben und doch zusammenkommen, sich vertrauen und respektieren.

Tilde Michels, Lilo Fromm
Karlines Ente, Tulipan 2008

Ein Bilderbuch, dass ich immer lieben werde ist Karlines Ente von Tilde Michels und Lilo Fromm. Ich besitze es seitdem ich 5 bin und habe es schon unzählige Male angeschaut. Ich mag die Geschichte von der Lumpensammlerin Karline, die eine Ente gesundpäppelt, sehr. In den mit feinem Tuschestift gezeichneten Bildern habe ich schon viel Zeit verbracht. Ganz besonders fasziniert hat mich die ‚Schnittzeichnung‘ durch eine im Garten eingegrabene Badewanne, in der die Ente schwimmt. 

Dass man in Zeichnungen Dinge sehen kann, die einem sonst verborgen bleiben, ist großartig und führt zum nächsten Buch, das ich mit großem Erstaunen gelesen und vor Allem angesehen habe.

Aleksandra und Daniel Mizielińscy
Unter der Erde – Tief im Wasser, Moritz Verlag 2016

Es heißt Unter der Erde – Tief im Wasser. Ein so unglaubliches Entdeckerbuch habe ich selten gesehen. Es nimmt dich mit in absolut spannende, neue Welten, die einem sonst verborgen bleiben und so viel Überraschendes bereithalten. Ich habe gesehen, wie eine Kläranlage funktioniert, habe einem Wal ins Auge geschaut, bin zur Titanic getaucht und durch einen Ameisenhaufen gekrabbelt. Das ist einfach faszinierend!“

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