Menschen, die mit Kindern und Literatur zu tun haben, stellen ihr Lieblingskinderbuch vor

 

webmeersau.cNa, kommt Euch dieser kleine Kollege linker Hand bekannt vor? Bilderbuchfreunde werden es gleich erkannt haben: Die Meersau stammt aus der Feder (oder dem Pinsel oder dem Bleistift) von der Schweizer Illustratorin Kathrin Schärer.

Treue Juli liest-Leser werden sich erst recht erinnern, denn Kathrins Illustrationen vollenden häufig die Werke von Lorenz Pauli, der uns letzte Woche sein liebstes Kinderbuch vorgestellt hat. Die beiden sind ein eingespieltes Team und ergänzen sich aufs Wunderbarste (in dem Artikel findet Ihr auch die aktuellen Titel der beiden).

Seit 2001 illustriert und schreibt Kathrin Kinder- und auch Schulbücher. Mit Rafik Schami schuf sie das alterslose Bilderbuch „Hast du Angst?“ fragte die Maus und wenn das didaktische Material meiner beiden Großen so aussehen würde, wie es aussieht wenn Kathrin Schärer es illustriert hat, wäre ich froh! 😉 Da wundert es nicht, dass sie bereits zweimal für ihr Gesamtwerk nominiert war, 2012 für den Hans-Christian-Andersen-Preis und 2014 für den Astrid Lindgren Award.

Ich freue mich sehr, dass Kathrin sich die Zeit genommen hat und frage: Und was liest du so, Kathrin Schärer?

„Buchtitel, die mir gefallen, stelle ich gerne gut sichtbar in meiner Umgebung auf. Momentan steht bei uns im Wohnzimmer Wazn Teez von Carson Ellis in der Übersetzung von Jess Jochimsen und Anja Schöne, erschienen bei Nord Süd.

Eine witzige Geschichte vom Werden und Vergehen. Eine Gruppe Insekten versammelt sich um eine wachsende Pflanze und rätselt, was daraus werden könnte. Die Bilder erzählen kleine Nebengeschichten, wie ich sie schon als Kind so gerne mochte. Aber dieses Buch gefällt mir vor allem wegen dem Text, der in einer sprudelnden Phantasiesprache daher kommt, dass es eine Freude ist. Phantasie-Wörter, die sich wunderbar in den Alltag integrieren lassen und Kinder und ihre Erwachsenen zu eigenen Kreationen animieren. „Mi mori an Plumpse.“ – meint ein Käfer beim Rätseln um den Pflanzen-Sprössling.

Der Satz passt genauso gut zum Cover des zweiten Buches, das ich derzeit gern anschaue: Lucky! von Jenny Offill und Chris Appelhans, erschienen im Aladin Verlag. Die Geschichte einer Annäherung an ein Faultier oder ein Lob der Entschleunigung, Achtsamkeit und des Nichts-Tuns, liebevoll illustriert und – hach, das Faultier hängt einfach so wunderbar auf seinem Ast. „Mi mori an Plumpse!““

 

 

 

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