Lauren Child, Hanser, Bilderbuch, neues Geschwisterkind, Diversity, Diversität, Vielfalt, Vorurteile, Toleranz

Ein Bilderbuch für alle, die bald ein kleines Geschwisterchen bekommen

Elmore Green ist ein glückliches Einzelkind. Er bewohnt ein Zimmer für sich allein, kann dort ungestört seine Lieblingsfernsehsendung verfolgen oder alle seine Lieblingsspielzeuge in einer Reihe aufbauen, ohne, dass irgendjemand sie umwirft. Zudem hat er ein riesiges Glas Jelly Beans von seinem Onkel bekommen, das er ganz allein leer essen kann, denn seine Eltern mögen keine Jelly Beans…

Das Allerwichtigste ist jedoch, dass Elmore Green das wunderbarste und schönste und klügste Kind ist, das seine Eltern sich vorstellen können. Bis eines Tages ein weiteres wunderbares, schönes und kluges Kind geboren wird, das Elmores Eltern genauso lieben wie ihn.

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Bleibt der jetzt für immer?

Elmore Green kann das nicht verstehen und außerdem nervt dieses kleine Wesen nur. Es wächst heran, leckt alle Jelly Beans in Elmores Glas an und rennt ihm immer hinterher. Am liebsten wäre es Elmore, wenn das kleine Wesen einfach wieder dorthin zurück gehen könnte, woher es gekommen ist. Doch das scheint nicht zu klappen.

Eines Nachts – das kleine Wesen ist zu allem Überfluss auch noch in Elmores Zimmer gezogen – verändert sich alles. Elmore hat einen bösen Alptraum und wer kommt da in sein Bett gekrochen und ruft mutig „Geh weg, Monster!“? Das kleine Wesen! Und Elmore Green stellt fest, wie toll es ist, einen Bruder zu haben, der Monster vertreibt, Spielsachen in einer Reihe aufstellt und bei der gleichen Fernsehsendung lachen muss wie man selbst. Dann kann man sogar was von seinen Jelly Beans abgeben…

Die Engländerin Lauren Child (bekannt durch Charlie und Pia) hat ein sehr pointiertes und in ihrer gewohnten Art witzig illustriertes Bilderbuch darüber geschrieben, was es bedeutet, plötzlich ein Geschwisterkind zu bekommen. Und für alle, die nach mehr Diversity in Kinderliteratur rufen: Elmore und natürlich auch sein kleiner Bruder Albert sind beide dunkelhäutig – und das spielt für die Geschichte überhaupt keine Rolle.

Lauren Child: Bleibt der jetzt für immer? (Übersetzung: Saskia Heintz), Hanser Verlag 2016, ab drei Jahren, 14,00 €.

ISBN/EAN: 978-3-446-25297-4
Sprache: Deutsch
Umfang: 32 S.
Erschienen am 

26.09.2016


4 Antworten zu „Lauren Child: Bleibt der jetzt für immer?“

  1. Avatar von Episode 5: Diversität in Kinderbüchern – Juli liest

    […] Bücher werden besprochen: Wer freut sich über neue Nachbarn?, Bleibt der jetzt für immer?, Highrise Mystery – Ein tödlicher Sommer und Pembo – Halb und halb macht doppelt […]

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  2. Avatar von Über Diversität in Kinderbüchern – Juli liest

    […] wird, dass die Protagonisten von der blonden Mutter-Vater-Kind-Norm abweichen. Zum Beispiel wie in Bleibt der jetzt für immer?, das die Geburt eines Geschwisterchens thematisiert. Oder das zurecht vielgelobte Vor den sieben […]


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  3. Avatar von Irgendwie anders: Lili – Juli liest

    […] und Ehre in sein Dorf zurückkehrt. Und auch der kleine Elmore Green aus dem wirklich wunderbaren Bleibt der jetzt für immer? kann seinen Bruder Albert erst mögen, nachdem dieser während eines Albtraums zu ihm ins Bett […]


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  4. Avatar von Morgen, Kinder, wird’s was geben (I) – Juli liest

    […] empfiehlt Katz und Fisch und wer gern klassisch-moderne Bilderbücher mag, dem gefallen bestimmt Bleibt der jetzt für immer? und Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner. Wir verbringen die Tage zwischen den Jahren ja im warmen […]

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