Mäh!

Freunde, in zwei Wochen startet die Fußball Weltmeisterschaft. Die Panini-Alben füllen sich, endlich ist geklärt, wer im Kader ist und natürlich spielen alle, alle Fußball. Die Jungs in Haiti spielen Fußball, Jakob spielt in seinem leeren Haus Fußball und 71 Schafe spielen Fußball.

Und wenn Ihr Euch jetzt fragt: „Wie sollen denn 71 Schafe Fußball spielen, das geht doch gar nicht?!“, dann habt Ihr vollkommen Recht. Die 71 Schafe können nicht Fußball spielen, jedoch nicht, weil sie zu viele sind, sondern weil immer irgendetwas ist.

Der Ball fliegt auf einen Baum. Der Ball muss vom Baum herunter geholt werden. Eines der Schafe muss daraufhin ebenfalls vom Baum herunter geholt werden. Der Wolf kommt. Der Wolf kommt zurück. Der Ball ist schon wieder auf dem Baum. Es ist Nacht geworden und viel zu dunkel zum Fußball spielen. Und eigentlich sind sowieso alle müde.

Ein ganzes Bilderbuch lang wird also gar nicht Fußball gespielt, obwohl es uns doch der Titel suggeriert. Und dadurch ist 71 Schafe spielen Fußball natürlich auch ein sehr witziger Vorlesespaß für Familien, in denen Fußball nicht ganz so hoch gehängt wird wie bei uns. Ganz bezaubernd finde ich übrigens die Widmung des Illustrators Raúl Nieto Guridi, denn ich müsste nur den Namen Mateo durch Monsieur 1 ersetzen und schon könnte ich es so unterschreiben:

Für meinen Sohn Mateo. Das Wenige, das ich vom Fußball weiß, hat er mir beigebracht.

Pablo Albo, Raúl Nieto Guridi: 71 Schafe spielen Fußball (Übersetzung: Mónica Hahn). Aladin Verlag 2018, ab drei Jahren, 12,95€.

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