Geld allein macht auch nicht glücklich

Jakob, Der reichste Junge der Welt, liebt Fußball genauso wie die Jungs auf Haiti, hat jedoch im Gegensatz zu ihnen alles, was diese sich wahrscheinlich insgeheim wünschen: ein eigenes Zimmer (eigentlich sogar drei!), ein sonderangefertigtes schwarzes Fahrrad, ein Barca-Trikot, eine riesige Modell-Eisenbahn-Landschaft…

Was Jakob allerdings nicht hat: einen Vater, der sich für ihn Zeit nimmt. Die beiden leben in einem riesigen Haus mitten im Wald, das mit seinen insgesamt neun Zimmern eigentlich viel zu groß für die beiden allein ist. Seit Jakobs Vater einen wichtigen Architektur-Preis gewonnen hat, hat er sehr viel Geld, aber leider auch sehr wenig Zeit. Deshalb verbringt Jakob seine Nachmittage lieber im Haus seiner Oma, wo er eines Tages auch Ayasha und ihren fünfjährigen Sohn kennenlernt – die beiden mussten aus ihrer Heimat fliehen und leben nun in einer Turnhalle, die so groß ist wie Jakobs Haus, gemeinsam mit vielen anderen Menschen.

Eines Tages möchte Jakobs Vater ihm eine Freude machen und fährt mit ihm auf eine Halloween-Party nach Düsseldorf – und als sie zurückkommen in ihr einsames Haus mitten im Wald, da ist es komplett ausgeräumt! Doch dieses schlimme Erlebnis schweißt Vater und Sohn wieder ganz fest zusammen und am Ende wird in dem leeren Haus sogar noch Fußball gespielt.

Der reichste Junge der Welt hat vielseitige Charaktere und Familienkonstellationen, ist dabei aber nicht überfrachtet und ein schöner Einstieg in Kinderliteratur für alle, die schon ganz gut selbst lesen können. Als fußballverrückte Familie stellte sich hier lediglich eine Frage: Wenn Jakob Real Madrid für die beste Mannschaft der Welt hält – warum trägt er dann ein Barca-Trikot? 😉

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Leseprobe: Der reichste Junge der Welt, Moritz Verlag 2018

Markus Orths, Kerstin Meyer: Der reichste Junge der Welt. Moritz Verlag 2018, ab sechs Jahren, 9,95 €.

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