Knallbunter November: Everyday Watercolor

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Malen gegen den November-Blues

Jetzt ist er da – der November. (Zumindest von mir) gefürchtet, allerdings immer mit einem kleinen schlechten Gewissen, weil der Oktober ja wirklich sehr golden war und der Sommer sehr warm und hell und lang und man ja eigentlich ein wenig von diesem Gold und dieser Wärme zumindest im Herzen mit in den November tragen könnte…

Nun ja. Ich kann das nicht so gut. Ehrlich gesagt zieht mich schon immer die erste Erkältung der Saison stimmungsmäßig total runter, allerdings immer mit einem kleinen schlechten Gewissen, weil es ja wirklich immer nur Husten und Schnupfen sind und nichts Schlimmeres… Okay, der November hat mich bereits am ersten Tag in seinen Fängen.

Also, wenn „Sonne tanken“ nicht so richtig geholfen hat, müssen wir dem November eben anders begegnen: mit Farbe, Kreativität und Gesang! Den Anfang macht heute Everyday Watercolor aus dem Hause EMF (nebenbei: Was für ein bemerkenswerter Stand auf der Buchmesse! Wer da nicht sofort Lust bekommt zu malen, kochen oder häkeln, hat kein Herz!), ein 30-Tage-Aquarellkurs, also genau richtig für den November: Jeden Tag ein bisschen Farbe aufs Papier und ins eigene Leben zaubern!

Als ich zwölf, dreizehn Jahre alt war besuchte ich einmal pro Woche mit meiner Freundin, die so gerne Fritten und Bier gehört hat, eine ältere Dame, die uns Aquarellmalen beibrachte. Sie wohnte in einem sehr alten Haus mit einem sehr alten Garten und holte sehr oft etwas aus diesem Garten auf den Tisch, das wir dann malen sollten. Und obgleich meine damalige Freundin ein absolutes Naturtalent ist und zu den Leuten gehört, die drei Striche aufs Papier werfen und dann ist es eine Ente, hat mir dieser Aquarellunterricht wirklich viel Spaß gemacht und ich bekomme gerade beim Schreiben ein ganz wohliges Gefühl (Nimm das, November!). Was passierte dann? Die Pubertät kam, das Abitur, das Studium, das Schreiben, die Kinder… für selbstgemalte Aquarelle war da irgendwie kein Platz mehr.

Daran habe ich mich erst wieder erinnert als erst Monsieur 1 und dann auch Monsieur 2 in die Grundschule kamen und anfingen, den Kunstunterricht zu hassen. Typisch Jungs? Nein, bei weitem nicht! Die beiden malen tatsächlich sehr gern, filigran und detailverliebt zeichnen sie mit Bleistift Ninjas, Schatzinseln und dergleichen. Und in der Schule? „Da tuschen wir nur, Mama!!!“ Und zwar alles, ob Blumen in der Vase oder den Räuber Hotzenplotz, alles in Pinselstärke 8.

Durch das schwierige Verhältnis der beiden zu Wasserfarben und mein verschüttetes Interesse an der Aquarellmalerei ist nun also Everyday Watercolor bei uns eingezogen. Der Aquarellkurs richtet sich an Anfänger und beginnt mit Basiswissen über Farblehre (Vielleicht können die Messieurs damit dann wenigstens im Kunstunterricht punkten!), Maltechniken und Pinsel. Tag für Tag bekommt man eine neue Lektion, am Anfang lernt man noch die richtigen Pinselstriche, in der Mitte bereits die Technik, wie man Bewegungen darstellt und am Ende ist es dann hoffentlich eine Ente (hier gibt es den Blick ins Buch).

Vielleicht werde ich Euch auf Instagram über unsere Fortschritte auf dem Laufenden halten. Wir müssen jetzt nur noch Monsieur 3 überzeugen, der gehört nämlich zu der Sorte: „Ein Kreis! Fertig!“… 😉

Jenna Rainey: Everyday Watercolor. Edition Michael Fischer 2018, 19,99 €.

 

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