Staunen, wozu die Menschheit fähig ist

Wir lieben die Museum-Reihe aus dem Prestel Verlag mit ihren detailverliebten Illustrationen sehr, deshalb wurden hier bereits einige der großformatigen Bücher vorgestellt.

Unbedingt erwähnenswert aus der Reihe ist Das Museum der Weltkulturen, das über 160 Exponate zeigt, die normalerweise über die ganze Welt verstreut sind. Die Ausstellungsstücke erzählen von Leben und Kunst vergangener Zeiten, es sind Schmuckstücke, Alltagsgegenstände oder Kunstwerke.

Wer gerade keine Möglichkeit hat, ins echte Museum zu gehen – für die Exponate müsste man auch ganz schön weit reisen! -, der bekommt im Museum der Weltkulturen die Chance, all das ausgiebig zu betrachten, was der Mensch über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg geschaffen hat.

Wir begleiten die britische Sprachwissenschaftlerin Jo Nelson auf alle Kontinente, sie ordnet in kurzen verständlichen Sachtexten die Exponate ein, die der Illustrator Richard Wilkinson beeindruckend darstellt: Steinzeit-Faustkeile und Schafbock-Amulette aus Afrika, eine Ganesha-Statue aus dem alten Indien, keltische Prunkhelme oder ein mesopotamisches Brettspiel – schon immer hat die Menschheit gearbeitet, gebetet, gekämpft, gespielt.

Im Museum der Weltkulturen eröffnen sich uns längst vergangene Welten. Die unterschiedlichen Artefakte ermöglichen es, Verbindungslinien zwischen Zivilisationen zu ziehen und allgemeingültige Themen des menschlichen Daseins zu erkennen – und das ist gerade in der heutigen Zeit mal wieder wichtiger denn je!

Jo Nelson, Richard Wilkinson: Das Museum der Weltkulturen (Übersetzung: Ute Löwenberg), Prestel Verlag 2015, ab neun Jahren, 24,99 €.

 

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