Claudia Boldt

Detektivgeschichte mit Fuchs, Huhn und Schweizer Käse

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich Geschichten mag, in denen der Wolf nicht die Rolle einnimmt, die man von ihm kennt: groß und böse. In diesem Bilderbuch wiederum ist der Wolf genauso wie wir ihn kennen – der Fuchs aber nicht! Dieser ist nicht so verschlagen und listig, dafür jedoch nicht weniger schlau als seine berühmten Märchenkollegen.

Claudia Boldt
Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner

Ferdinand Fuchs heißt er – und er mag keine Hühner. Am allerallerliebsten mag er Schweizer Käse. Papa Fuchs hat für diese vegetarischen Spielereien seines Sohnes wenig Verständnis und bestimmt, dass es an der Zeit sei, dass Ferdinand sein erstes Huhn fängt. „Nichts leichter als das!“, denkt sich Ferdinand, fängt ein Huhn und will es seinem Vater zeigen. Auf dem Weg dorthin beginnen Ferdinand und das Huhn ein kleines Gespräch – und plötzlich ist das Huhn verschwunden! Papa Fuchs fragt, warum Ferdinand kein Huhn mitbringt und schon steckt Ferdinand mitten in einer Detektivgeschichte. Denn genauso gerne wie Schweizer Käse mag Ferdinand Detektiv sein! Und dann gilt es ja auch noch, Papa irgendwie beizubringen, dass man keine Hühner mag. Da wird Ferdinand dann plötzlich doch so listig, wie wir es von einem Fuchs erwarten…

Ferdinand Fuchs frisst keine Huehner 2

Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner ist ein wirklich tolles und liebenswertes Bilderbuch, eine spannende Detektivgeschichte und auch eine schöne Erinnerung an uns Eltern, unsere Erwartungen nicht allzu sehr auf unsere Kinder zu projizieren und sie zu dem werden zu lassen, was sie sein möchten.

Claudia Boldt: Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner. Prestel Verlag 2016, ab 4 Jahren, 12,99 €

ISBN/EAN: 9783791372433
Sprache: Deutsch
Umfang: 32 S.
Erschienen am 29.02.2016

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2 Antworten zu „Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner!“

  1. Avatar von Coole Geschenke für alle. Zu Ostern. Oder einfach mal so. – Juli liest

    […] Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner! Aber wie sieht dann wohl sein Kacka aus? Claudia Bolt, die wir bereits von eben genannten Bilderbuch kennen, hatte gemeinsam mit Aidan Onn eine sehr schöne Idee, wie ich finde: Sie haben sich das Memo-Spiel Wem gehört der Haufen? ausgedacht, dessen Regeln schnell erzählt sind. Kleinere Kinder, die noch nicht lesen können, legen die Karten aufgedeckt auf den Tisch und raten, welcher Haufen von welchem Tier gemacht wurde. Da wir aber ja wissen, dass Kinder sich solche Dinge sehr schnell merken, empfehle ich direkt Variante Nr. 2: Wie bei jedem klassischen Memo-Spiel auch die Karten verdeckt hinlegen und sich dann merken, wo welches Tier und das dazugehörige Exkrement liegen. Wir haben hier einen Heidenspaß und lehrreich ist es natürlich auch: Den Haufen von Ferdinand Fuchs nennt man Fuchslosung und wer hätte geahnt, dass Wombats Würfel kacken? […]

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  2. Avatar von Morgen, Kinder, wird’s was geben (I) – Juli liest

    […] gern klassisch-moderne Bilderbücher mag, dem gefallen bestimmt Bleibt der jetzt für immer? und Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner. Wir verbringen die Tage zwischen den Jahren ja im warmen Marokko und stimmen uns daher mit Aladin […]

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