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„Und was liest du so?“ mit Andreas Langer

Autor*innen und Illustrator*innen stellen ihr Lieblingskinderbuch vor

Kinderbuchautor, Kinderbuch, Selbstverlag, lesen, vorlesen, Familie, Kinder, Leseförderung

Journalist und Autor Andreas Langer

Der Herr, der hier so nett seine zwei Kinderbücher in die Kamera hält, ist Andreas Langer. Andreas lebt mit seiner Frau und drei Kindern in einer kleinen Stadt im bayerischen Schwaben und arbeitet dort als Journalist. Nebenbei hat er aber eben auch noch besagte zwei Kinderbücher geschrieben, nämlich Der dunkle Lord vom Kinderhort und – sein aktuelles Buch – Ein Schweinebär im Schlafanzug. Es erzählt die Geschichte von Jule und ihrem kleinen Bruder Sascha, der beim Essen von seinen Eltern so oft „Schweinebär“ genannt wurde, dass er sich eines Tages tatsächlich in einen solchen verwandelt – und damit geht der Schlamassel erst so richtig los! (Wie könnte ich hier noch eines meiner absoluten Lieblingswörter KAFKAESK unterbringen…?)

Andreas Langer, Katalin Eva Pop, Kinderbuch, ab 5, Selbstverlag, lesen, vorlesen

Ein Schweinebär im Schlafanzug

Während Andreas‘ erste beide Kinderbücher im Selbstverlag erschienen sind, hat er für die neuen Geschichten in seinem Kopf nun einen großen deutschen Kinder- und Jugendbuchverlag gefunden, mit dem er 2021 eine neue Abenteuerreihe startet. Dazu schon einmal eine herzliches „Herzlichen Glückwunsch!“ aus Schleswig-Holstein nach Bayern und nun kommt auch schon die Frage aller Fragen:

Und was liest du so, Andreas Langer?

Mein Lieblingskinderbuch ist im Grunde ein ziemliches „Mädchenbuch“: Madita und Pims nämlich. Klar, da gibt es Abbe, den ziemlich lässigen, großen Cousin, aber die Hauptfiguren sind durch die Bank Mädchen: Madita, Pims, Mia, Matti – und Alva, das der Kindheit schon entwachsene Hausmädchen und eine der großen Sympathiefiguren in Astrid Lindgrens Birkenlund-Cast.
Zum Identifizieren ist da also nicht allzu viel für Jungs und ich bin mir nicht sicher, ob mein achtjähriges Ich dieses Buch genauso geschätzt und geliebt hätte wie ich es jetzt mit (schnell mal nachrechnen…) 39 Jahren tue. Mit acht kannte ich natürlich Pippi, fand Ronja toll und auch die Geschichten aus Bullerbü und Katthult lustig. Madita hatte ich nie gelesen. Aber toll am Vatersein ist eben auch, seinen Kindern Kinderbücher vorlesen zu können – und so bin ich im vorgerückten Alter doch noch in den Genuss dieses Meisterwerks gekommen.

Astrid Lindgren, Klassiker, Lesetipp, Interview, Oetinger, Schweden, Kinderliteratur

Madita und Pims – in der Ausgabe von 1976

Obwohl Birkenlund fraglos ein toller Ort zum Großwerden ist, geht es hier nicht so beschaulich wie zum Beispiel in Bullerbü zu. Immer wieder verwebt Astrid Lindgren Themen wie Armut, Alkoholismus und Kastendenken in ihre liebenswert-lustigen Geschichten rund um Madita und ihre jüngere Schwester Pims. Mir sind die beiden deutlich sympathischer als Pippi Langstrumpf – während Pippi ganz klar eine Fantasiefigur ist, sind die beiden Birkenlund-Mädels mitten aus dem Leben gegriffen. 

Für mich persönlich rangiert Madita und Pims noch eine Stufe über dem schlicht mit Madita betitelten Vorgängerbuch (aktuell sind beide in der Gesamtausgabe bei Oetinger erhältlich). Alleine schon das erste Kapitel, als Alva der Bürgermeisterin schlagfertig den letzten Lachs wegschnappt, Madita heimlich ihre neuen Sandalen zum Maifeuer auf der Matschwiese anzieht und… Ach, das muss man einfach selbst lesen. Als Kind. Oder spätestens als Erwachsener.“

 

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