„Und was liest du so?“ mit Leonard Erlbruch

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Menschen, die mit Kindern und Literatur zu tun haben, stellen ihr Lieblingskinderbuch vor

Meinen ersten (und einzigen) Sekt auf der Frankfurter Buchmesse trank ich am Stand des Peter Hammer Verlags und dabei blickte ich auf die Illustrationen von Leonard Erlbruchs Kinderzimmerkalender (Weihnachten steht vor der Tühür…). Das war sehr schön. 🙂

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Leonard Erlbruchs Kinderzimmerkalender 2019

Leonard ist also Illustrator und weil es so gut auf diesen Blog passt, möchte ich Euch heute ein Buch vorstellen, das er 2017 illustriert hat: Maxima und ich von Hanna Jansen. Das Kinderbuch erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen David und Maxima und über all das, was eine Kinderfreundschaft eben so ausmacht: gemeinsame Pläne, gemeinsame Geheimnisse, aber auch Verlust und Eifersucht. Alles Erfahrungen, die man auf dem Weg zum Großwerden braucht, um sich in der Welt zurechtzufinden. Ein Buch, das ich mir auf jeden Fall merken werde!

Welche Bücher Leonard seinen eigenen Kinder vorliest und was für einen berühmten Vater er hat, das werden wir gleich erfahren, denn jetzt heißt es auch schon: Und was liest du so, Leonard Erlbruch?

„Seitdem ich selbst Papa geworden bin, habe ich natürlich die Freude, meinen Kindern Lieblingsbücher aus meiner Kindheit vorzulesen. Auch wenn einige beim nochmaligen Lesen etwas antiquiert erscheinen, glaube ich, dass es einen Anstoß geben kann, über seine eigene Lebenszeit nachzudenken, was damals wichtig und richtig erschien und sie mit der seiner Kinder zu vergleichen. Das klingt jetzt, als wäre ich uralt, aber es hat sich viel getan und das ist nur zu begrüßen.

Mir fielen spontan drei Bücher ein, die mir entweder als Kind oder jetzt beim Vorlesen besonders gefallen haben.

Der Papagei mit der Glatze von Horacio Quiroga erzählt in einer merkwürdig weisen Art vom Leben im Dschungel, von Fabelwesen, Tigern und Teufeln. Eine fesselnde Mischung aus Wirklichkeit und Fantasie. Was will man mehr als Kind.

Ronja Räubertochter lese ich gerade meinem Sohn vor. Er hat noch nie so fasziniert einer Geschichte gefolgt. Astrid Lindgren schafft es in ihrer unnachahmlichen Art, große Themen wie Liebe, Hass, Freundschaft und Verlust in eine spannende, von sympathischen Charakteren nur so wimmelnde Geschichte zu verpacken, die Kinder berührt. Mathis unbändiger Stolz und gleichzeitig die tiefe Sorge seiner Ronja gegenüber klingen in meinem Papaherz nach.

Ente Tod und Tulpe von meinem Papa habe ich irgendwie ein wenig verpasst, als es rauskam. Als ich es dann letztens nochmal in den Händen hielt, war ich ganz begeistert von dem sanften, doch gleichzeitig bestimmten Text, der wunderbar mit den bühnenähnlichen Illustrationen harmoniert und gleichzeitig eines der schwersten Themen mit einer gewissen Leichtigkeit behandelt.“

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