Ein 15jähriges Flüchtlingsmädchen zwischen den Welten

Dazwischen: Ich ist das Jugendbuch-Debüt der Wiener Autorin, Bildenden Künstlerin, Simultandolmetscherin und Kolumnistin Julya Rabinowich, die in den 1970er Jahren mit ihrer Familie aus der ehemaligen Sowjetunion nach Österreich floh. Diese Erfahrungen sind auch in ihre Geschichte über die fünfzehnjährige Madina, die Mittlerin zwischen ihrer Familie und neuer Heimat wird, eingeflossen.

Diese Geschichte von Madina ist die Geschichte von vielen Flüchtlingskindern: Aus dem Krieg geflohen, versucht die Familie in der neuen Welt, die Sicherheit verspricht, Fuß zu fassen. Doch das gelingt meistens den Kindern leichter als den Eltern, sie lernen schneller eine neue Sprache, treffen in der Schule viele andere Kinder und können Freundschaften schließen.

Zuhause wartet ihr strenger Vater, der an den Werten der alten Heimat festhalten möchte und das neue Leben seiner pubertären Tochter mehr als misstrauisch beäugt und in der Schule muss sich Madina mit übergriffigen Mitschülerinnen auseinandersetzen. Julya Rabinovich gelingt es, dieses wackelige Lebenskonstrukt weder sentimental, noch kitschig darzustellen und berührt auch erwachsene Leser mit ihrer kraftvollen Sprache und den ambivalenten Charakteren.

Hier könnt Ihr einen Blick in die Leseprobe werfen und dann gibt es auch noch ein sehr interessantes Interview mit Julya Rabinovich:

Julya Rabinovich: Dazwischen: Ich. Hanser 2016, ab vierzehn Jahren, 15,00 €.

*Dieses Buch könnt Ihr am Ende des Welttages der kulturellen Vielfalt gewinnen. Benutzt den Hashtag #weltkulturstattleitkultur und taggt @juliliest auf Facebook, Twitter oder Instagram. Alles weitere zum Gewinnspiel erfahrt Ihr am Montag, den 22. Mai.

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