Über unseren Zeitvertreib am Wochenende

Es ist Samstagmorgen 6:00 Uhr, draußen sind -2 Grad ohne Schnee und das Wochenende scheint sehr lang zu werden. Wie all diese Wochenenden im Februar, der Monat, in dem man bereits vier Monate solcher Samstage und Sonntage hinter sich hat. Das sagt einem auch niemand, bevor man Eltern wird, oder?

Da der Mann samstags arbeitet, bin ich allein mit den drei Monsieurs, die sich all der Anstrengungen und Widrigkeiten der Kindergarten- und Schulwoche gern am Samstagvormittag entledigen, kurz: Sie sind sehr quengelig, motzig und streiten viel. Früher, als es nur den Mann und mich und später dann noch Monsieur 1 gab, war der Samstag der beste Tag der Woche. Der Mann ging zur Arbeit und ich auf den Markt, ich überlegte, was ich Schönes kochen könnte und kochte dann was Schönes. Und dann aßen wir. In Ruhe.

Diese Samstage hörten spätestens mit Monsieur 2 auf. Als Mutter von zwei Kindern unter zwei war da nicht mehr viel mit „was Schönes kochen“ und seit beide in den Kindergarten gingen, entlädt sich der ganze Stress der Woche samstags. Mittlerweile sind sie damit zu dritt. Sehr häufig ärgere ich mich darüber, ich bin schließlich auch kaputt von der Woche und möchte nicht ab 5:00 Uhr morgens ständig den Entertainer und Vermittler spielen müssen, sondern lieber in Ruhe die Samstagsausgabe der Zeitung lesen und später etwas Schönes kochen.

An den schlechten Tagen gebe ich das lautstark zu Protokoll. An den guten Tagen wandle ich die Energie der Jungs um, indem ich gemeinsam mit ihnen „etwas Schönes“ koche. Eine ganze Zeit lang machten wir Pfannkuchen. Seit Monsieur 1 im Deutschunterricht sogenannte „Vorgangsbeschreibungen“ durch nahm und Tag für Tag Apfelkuchen- und Bananenquarkrezepte aufschreiben musste, hat er das Kochen für sich entdeckt und unsere Kochexperimente werden variantenreicher.

Wenn man also von dem Zustand der Küche nach unseren kleinen Koch-Events absieht, haben wir eine Win-win-Situation: Monsieur 1 liest die Rezepte vor, Monsieur 2 wiegt ab und legt die Zutaten bereit und Monsieur 3 grapscht in alles hinein und steckt sich Eierschalen in den Mund (als Eltern wird man demütig, was „Win-win-Situatonen“ betrifft). Alle sind zufrieden.

Samstags morgens vor dem Frühstück wird jetzt also schon in Koch mal! Die neue Kochschule für Kids geblättert. Die Monsieurs lassen sich von den Bildern inspirieren, die Rezepte sind kindgerecht und einfach und ganz nebenbei lernen sie viel über Mengenangaben, Garmethoden, Hygiene und gesunde Ernährung – und das ist doch jetzt wirklich mal eine Win-win-Situation, oder? 😉

Hier könnt Ihr einen Blick ins Buch werfen. Bei uns gibt es heute übrigens Smoothies, ein paar Vitamine im kalten Februar können ja nicht schaden. Habt ein schönes Wochenende!

Koch mal! Die neue Kochschule für Kids. Dorling Kindersley 2016, ab acht Jahren, 12,95 €.

ISBN/EAN: 978-3-8310-2632-6
Sprache: Deutsch
Umfang: 128 Seiten
Erschienen am 02.08.2014

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