Der Mythos des Getupften Riesenwals

Zwei Jugendliche fahren zu einem Angelausflug aufs Meer hinaus und sichten einen Getupften Riesenwal – doch so wirklich glauben will ihnen das niemand, obwohl sie sogar ein unscharfes Foto haben. Die beiden werden sogar als Lügner bezeichnet und ziehen sich daraufhin enttäuscht aus der Öffentlichkeit zurück.

Fünzig Jahre später ruft eine Zeitung dazu auf, den legendären Wal zu suchen und wieder machen sich zwei Jugendliche – unabhängig voneinander – auf den Weg. Sie machen ihre Segelboote für die Expedition flott, installieren Kameras, erleiden einen Zusammenstoß und rüsten gemeinsam wieder auf. Schließlich machen sie tatsächlich die ungeheuerliche Entdeckung: Sie sehen nicht nur besagten Getupften Riesenwal, sondern auch sein Junges. Und die Zeitungen machen eine andere ungeheuerliche Entdeckung: Die beiden Jugendlichen sind die Enkel der beiden, die bereits vor fünfzig Jahren den Wal sahen!

Die Geschichte der vier Jugendlichen erfahren wir lediglich durch zwei Zeitungsartikel – am Anfang und am Ende. Für die Spannung bedarf es nicht viel Text, sie entsteht durch die beeindruckenden Graphitzeichnungen, die so ausdrucksstark sind, dass man glaubt, man hätte den riesigen Wal gerade selbst vor dem Fernglas.

Vita und Ethan Murrow: Der Wal (Übersetzung: Birgit Franz). Prestel Verlag 2016, ab fünf Jahren, 24,99 €.

ISBN/EAN: 978-3-7913-7254-9
Sprache: Deutsch
Umfang: Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag, 32 Seiten, 27×27, 32 s/w Abbildungen
Erschienen am 21.03.2016

Advertisements