Martin Baltscheit liest die Neu-Übersetzung von Gisbert Haefs

Im April kam ja – lange erwartet – The Jungle Book ins Kino. Ich habe ihn natürlich nicht gesehen. Ich könnte jetzt sagen, dass das daran liegt, dass ich ganz intellektuell bin und lieber lese, aber daran liegt es jetzt ehrlich gesagt nicht. Ich gehe sehr gerne ins Kino. Eigentlich. Seit es Monsieur 1 gibt, kann ich meine Kinobesuche jedoch an einer Hand abzählen. Es ist ein Wunder, dass ich in diesem Jahr Raum gesehen habe, es wird wahrscheinlich mein einziger Kinobesuch 2016 bleiben (hat sich aber gelohnt). Wie alle Eltern ahnen, liegt es daran, dass ich einfach abends zu müde bin und keine neun Euro dafür bezahlen möchte, in einem Kinosessel einzuschlafen. Und alle drei Monsieurs sind noch zu jung für die animierte Dschungelbuch-Version, also war auch keine Nachmittagsvorstellung für alle gemeinsam drin. Dafür habe ich mir den Trailer und einige Filmausschnitte angesehen:

Danach muss ich sagen, dass mich das alles nicht sehr anspricht. Vielleicht liegt es daran, dass ich „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“-geschädigt bin. Oder daran, dass ich so meine Probleme mit animierten, sprechenden Tieren habe. Oder daran, dass mich diese Tiere irgendwie an die Bestien in Die Tribute von Panem erinnern. Ich weiß es nicht.

Nun ist dies ja aber auch kein Film-Blog, sondern ein Bücher-Blog. Und deshalb möchte ich Euer Augenmerk auf die Originalbücher von Rudyard Kipling richten, die ja tatsächlich so viel mehr sind als ein Disney-Film auch nur im Ansatz zeigen kann. Die Dschungelbücher gehen weit über Mowgli, Bagheera und Baloo hinaus. Der Supervorleser Martin Baltscheit hat für die Hörcompany seine Kindheitslektüre eingelesen (Spieldauer zehneinhalb Stunden!), wie gewohnt hoch professionell, gewaltig und in seinen Bann ziehend – hört es Euch an!

Und wer lieber selbst liest: Bitte hier entlang.

Rudyard Kipling: Die Dschungelbücher. Gelesen von Martin Baltscheit. Hörcompany 2012, MP3-Hörbuch-Download, 9,95€

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