Ein fröhliches Bilderbuch über Mut und Geschwisterplüsch

Als ich Nein, tein Heia! in der Verlagsvorschau des Moritz Verlages sah, musste ich schon aufgrund des Titels richtig laut lachen. Denn natürlich fällt dieser Satz hier regelmäßig! Ebenso wie sein ältester Bruder damals hat Monsieur 3 ein sehr großes Problem mit dem kleinen Buchstaben k, was bei seinen Brüdern mehrmals am Tag für große Lacher sorgt.

„Tetse“, „Tut mal!“, „Tata macht“, „Tomm mal her!“ und natürlich „Tonni“ – regelmäßig muss ich die Messieurs 1 und 2 daran erinnern, nicht die Aussprache ihres kleinen Bruders zu übernehmen, auch wenn es noch so niedlich ist. Denn so haben es uns die Elternratgeber beigebracht, oder? 😉

Und was mache ich? Ich hole ein Buch ins Haus, das das Ganze noch lustiger macht. Nein, tein Heia! von Stephanie Blake, eine Geschichte über Geschwister, Einschlafen und Mut.

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Simon und sein kleiner Bruder Franz bauen tagsüber eine supertolle, megagroße Hütte, doch als sie abends im Bett liegen, stellt Franz fest, dass er sein geliebtes Schmusetuch dort vergessen hat. Und ohne Schmusetuch kann er nicht einschlafen.

Nach ein wenig Hin und Her ist klar, dass Simon eine große Entscheidung treffen muss: Er wird zur Hütte gehen und das Tuch holen! „Fanztommtmit!“ schlägt Franz vor, doch das lässt Simon nicht zu, da muss er allein durch.

Und tatsächlich schafft Simon es, das Schmusetuch zu holen und seine Angst vor der Dunkelheit und lauernden Monstern zu besiegen. Am Ende liegen beide aneinander gekuschelt im Bett und Simon darf Franz immer und immer wieder erzählen, was für ein Held er war.

Was soll ich sagen? Das ist witzig und bezaubernd und hält eine ordentliche Portion Geschwisterplüsch bereit – und davon kann man an manchen Tagen des Dauerzoffs ja nicht genug haben!

Stephanie Blake: Nein, tein Heia! (Übersetzung: Tobias Scheffel), Moritz Verlag 2017, ab drei Jahren, 12,95 €.

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