Der fürchterliche Früchte-Fresser

Könnt Ihr Euch einen Tyrannosaurus Rex vorstellen, der kein Fleisch frisst, sondern diesem Avocados, Mangos und Co. vorzieht? Die Dinosaurier, mit denen der kleine Theobald zu tun hat, jedenfalls nicht: Seine Artgenossen lachen ihn aus und die Pflanzenfresser suchen schreiend das Weite, wenn er gemeinsam mit ihnen Beeren pflücken möchte.

Dabei will Theobald doch nur eines: Obst und Gemüse essen und trotzdem mit den anderen Tyrannosauriern Spaß haben – und mit den pflanzenfressenden Dinos auch. Kann das denn so schwer sein? Ja. Es ist ja meistens schwer, wenn einer ein bisschen anders ist als die anderen.

Bis Theobald von den übrigen Dinosauriern als derjenige akzeptiert wird, der er ist, muss ein wenig Zeit vergehen und Theobald das ein oder andere Abenteuer bestehen, doch am Ende wird natürlich alles gut und der vegetarische Tyrannosaurus kann im Kreis seiner alten und neuen Freunde eine große Obst-Party feiern.

T-Veg – Der fürchterliche Früchtefresser ist nicht unbedingt ein Plädoyer für Vegetarismus, vielmehr fordert es seine kleinen Leser in lustiger Reimform dazu auf, über den Tellerrand zu blicken und andere Artgenossen so zu akzeptieren wie sie eben sind, egal, was sie essen oder was sie mögen.

Treue Leser dieses Blogs werden wissen, dass ich für Bücher gegen Vorurteile immer zu haben bin und ich bin wirklich froh, dass ich davon so viele und so vielfältige Exemplare finde – es kann wirklich nie genug geben.

Katherina Manolessou, Smriti Prasadam-Halls: T-Veg – Der fürchterliche Früchte-Fresser (Übersetzung: Kathrin Köller). Prestel Verlag 2017, ab drei Jahren, 12,99 €.

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