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Kids Comic Week: Alles klar, Dracula

Eine Woche voller Comics, Aktionen und Verlosungen

Ihr wisst es ja bereits: Wir LIEBEN Comics! Deshalb ist es umso trauriger, dass der diesjährige Gratis-Comic-Tag coronabedingt ausfällt. Doch es gibt Licht am Horizont für Comicliebhaber*innen wie uns und für alle anderen, die sich vielleicht erstmal an dieses Genre herantasten und vor allem Asterix & Obelix und Lucky Luke im Kopf haben: Dank meinen Bloggerkolleginnen Steffi und Eliane wird es quasi eine ganze Woche lang Comics regnen, denn wir stecken seit gestern mitten in der Kids Comic Week!

Das bedeutet, dass Ihr eine ganze Woche lang spannende Comics und ebenso spannende Illustrator*innen kennenlernt, es gibt tolle Ausmalbilder und Interviews und natürlich Gewinne, Gewinne, Gewinne. Ich glaube, am Ende dieser Woche gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass Comics einen großartigen Beitrag zur Leseförderung leisten. Die Übersicht zu allen Artikeln und Downloads findet Ihr bei Steffi und Eliane, die großartige Grafik stammt von der Comiczeichnerin Tanja Esch, die in Hamburg u.a. das Kindercomicfestival Kinder lieben Comics organisiert.

Bevor es gleich mit meinem Comictipp und der Verlosung weitergeht, nutze ich die Gelegenheit und zeige Euch anlässlich der Comicwoche drei meiner liebsten Comics: In Der Araber von morgen erzählt der französisch-syrische Comiczeichner Riad Sattouf von seiner Kindheit im Nahen Osten und gibt darin mehr Einblicke als es Nahostexpert*innen in Talk Shows vermögen. Akissi ist eines der Lieblingscomics der Messieurs – Marguerite Abouet wurde in der ivorischen Stadt Abidjan geboren, dort spielt auch die Handlung rund um Akssi und ihre Freund*innen. Tief beeindruckt hat mich Pirouetten von Tillie Walden, eine autobiografische Coming-of-Age- und Coming-Out-Geschichte.


So, nun kommen wir aber zum eigentlichen Star des Tages: Alles klar, Dracula, ein Kindercomic für Grundschüler*innen und ein Mutmach-Buch für alle, die Mobbing und Ausgrenzung erleben müssen. Ein Kindercomic über Dracula und Mobbing, das Mut macht – das geht? Oh ja, und zwar sehr gut!

Der kleine Dracula lebt mit seinem Vater wie es sich gehört in einem großen Schloss, sie sind aus Transsylvanien hergezogen. Für Dracula gilt all das, was wir schon über Vampire wissen: Er muss das Sonnenlicht meiden und ist allergisch gegen Knoblauch und Weihwasser. Außerdem ist der kleine Dracula sehr klug. Tja, was soll man sagen: eine Kombination, die dem Schlägertrupp der Klasse offenbar ausgesprochen gut gefällt und so wird Dracula zum Opfer auserkoren.

Und als Opfer hat man bekanntlich einiges auszustehen: Der kleine Dracula wird beschimpft, niedergemacht und körperlich attackiert. Warum? Er weiß es nicht. Vielleicht wegen seiner hellen Haut? Oder weil er aus einem anderen Land kommt? Oder weil er nur Einsen schreibt? Gemeinsam kommen wir mit Dracula dahinter, dass es nicht an all dem, dass es nicht an seiner Person liegt, denn Mobber*innen suchen sich ihre Opfer nach vollkommen willkürlichen Kriterien aus.

Doch der Weg zu dieser Erkenntnis ist lang und somit auch das Leiden. Dracula traut sich lange Zeit nicht, mit seinem Vater oder seiner Lehrerin über die Attacken zu sprechen. Doch als er endlich den Mut fasst, können beide ihm helfen – genauso wie neue Freund*innen, die sich gemeinsam mit Dracula gegen den Mobbertrupp stellen.

Loïc Clément und Clément Lefèvre wählen in Alles klar, Dracula einen sehr cleveren Weg: Sie nähern sich empathisch und absolut auf Augenhöhe der Kinder dem Thema Mobbing, sensibilisieren aber auch gleichzeitig vor- und mitlesende Eltern und Lehrkräfte und nicht betroffene Kinder. Das beginnt mit der ungewöhnlichen Wahl ihres Protagonisten (Wer hätte gedacht, dass jemand so Furchteinflößendes wie Graf Dracula eine solch schwierige Kindheit hatte?) und zieht sich durch das gesamte Comic, ohne dabei belehrend zu sein (Vater und Lehrerin machen nicht auf Anhieb alles richtig). Damit schaffen sie einen Zugang zu einem sehr schambehafteten Thema – dies alles vermag ein Kindercomic! 🙂

Ihr könnt heute ein Exemplar von Alles klar, Dracula bei mir gewinnen. Schreibt mir doch in die Kommentare, was Ihr in der Schule am schlimmsten fandet – bei mir war es der schreiende Mathelehrer, der meinte, meine Einsen würden nicht aussehen wie Einsen… Liebe Grüße, Eure Literaturwissenschaftlerin! 😉 (Wenn Ihr alles super fandet, dürft Ihr natürlich trotzdem kommentieren.)

Loïc Clément und Clément Lefèvre: Alles klar, Dracula (Übersetzung: Anne Bergen). Splitter Verlag 2021, ab 8 Jahren, 12,95 €.


Teilnahmebedingungen:
Die Verlosung startet am 04.05.2021 um 06:00 Uhr und endet am 08.05.2021 um 23.59 Uhr. Die/der Gewinner*in wird ausgelost. Wer einen Kommentar hinterlässt, kann gewinnen. Jede Person, die das Posting kommentiert, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
• Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland.
• Das Gewinnspiel beginnt mit dem Veröffentlichungsdatum des Posts und endet wie im Post angegeben.
• Gewinnen kann, wer alle genannten Bedingungen erfüllt.
• Der Gewinn ist aus dem Post klar ersichtlich.
• Die Verlosung des Gewinns erfolgt im angegebenen Zeitraum des relevanten Posts.
• Die Gewinnermittlung erfolgt durch das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Der/Die Gewinner* in wird über eine persönliche Nachricht per E-Mail informiert. In dieser Mail wird die E-Mail-Adresse vom Splitter Verlag mitgeteilt, an die der/die Gewinner* in eine Anschrift übermitteln kann.
• Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
• Die Daten der teilnehmenden Personen werden nicht weitergegeben und vertraulich behandelt. Die Übermittlung personenbezogener Daten wird erst erforderlich, wenn der Gewinn ausgehändigt wird. Diese Informationen werden absolut vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Daten werden nur so lange gespeichert, wie es für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig ist. Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle Daten unverzüglich wieder gelöscht.
• Den Teilnehmer*innen stehen keine Auskunftsrechte zu.
• Die Teilnehmer* innen verpflichten sich, keine rechtswidrigen Inhalte zu teilen.


43 Comments »

  1. Algebra. Bis heute frage ich mich, warum so viel Stress? So viele Tränen, so viel Streit mit den Eltern, so viel Geld für die Nachhilfe… Und ich habe das Gelernte nie wieder gebraucht und schon längs vergessen.

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  2. Sportunterricht. Der Lehrer war einfach grausam und hat sich eine Freude daraus gemacht uns zu erniedrigen und auch dazu angestachelt, dass die Schüler sich gegenseitig fertig machten.
    Ansonsten fand ich mündliche Noten oft sehr unfair, weil es oft einfach Willkür der Lehrer war und sie manche besser behandelten als andere.

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  3. Unsere very british Englishlehrerin die uns den ganzen Klatsch und Tratsch vom Königshaus mitteilen musste und immer ne ganze Pafümflasche geleert hat….
    Puh 3 harte Jahre….danach war English echt ok.
    Lg, Bine

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  4. Klingt ja echt supercool „Alles klar, Dracula“! Da versuch ich gern mein Glück.
    Ich fand zu 90% den Sportunterricht doof, weil einfach ALLE SportlehrerInnen zu hohe Ansprüche hatten. Ich hätte bestimmt auch Spaß gehabt, wenn nicht erwartet worden wäre, dass ich genauso leistungsstark bin, wie die Fußballkids oder die LeichtathletInnen…

    Viele Grüße
    Maria

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  5. Das hört sich nach einem tollen und wertvollen Buch an. Ich bin absolut unsportlich und daher war der Sportunterricht für mich immer ein Graus. In der 8. Klasse bekamen wir eine neue Mitschülerin, die gemobbt wurde, da sie eine Klasse übersprungen hatte. Ich habe mich dann mit ihr angefreundet und versucht zu unterstützen. Von der Schule kam leider wenig Hilfe.

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  6. Frühstunde und danach zwei Freistunden war nervig und hat meine Fehlstunden in der Oberstufe nach oben schnellen lassen.;-) Richtig schlimm fand ich immer, wenn man selbst oder andere wegen Äußerlichkeiten über lange Zeiträume hinweg gehänselt wurde.

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  7. Im Sportunterricht mussten die Mädchen mit Reifen und Ball rhythmische Gymnastik tanzen. Und das in der Pubertät. Ich hoffe, heutzutage geht es gleichberechtigter zu 😉

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  8. Der Mathe-Unterricht war schon ein graus … aber auch das habe ich überstanden 😉
    Im Nachhinein stört mich an der Schule, das man unheimlich viel Stoff paukt, den man später niemals braucht, dafür aber viele wichtige Themen des Lebens nicht behandelt werden.

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  9. Oh das sieht nach einem fantastischen Comic aus. Vor allem da meine Tochter gerade im Vampirfieber ist. 🧛🏻‍♂️🧛🏻‍♀️
    Mhh was fand ich in der Schule doof? Den Pickdienst in den Pausen und Lehrer die ihren Job verstanden haben.

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  10. Sportunterricht. War zwar nie der letzte, der beim Manschaftsbilden gewählt wurde, aber immer unter den letzten Fünf. Schade, wenn man dann plötzlich mehr Spass an den Einzeldisziplinen hat… Aber Schulzeit unterm Strich war Mega.

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  11. Das Umziehen in den Gemeinschaftsräumen für den Sportunterricht und danach das endlose Einlaufen auf dem Sportplatz, wobei uns die Jungen im Spalier stehend genau beobachteten.

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  12. Die Kinder lieben Comics auch sehr. Zum Glück hat unsere Bücherei nicht nur alt bekanntes zu bieten.
    In der Schulzeit fand ich die fünfte Klasse am schlimmsten, ich kam durch einen Umzug in eine Klasse wo ich keinen kannte und habe das ganze Schuljahr keinen richtigen Anschluss gefunden. Nach einem Schulwechsel wurde es zum Glück besser.

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  13. Moin!

    Die Kids Comic Week war mir noch gar kein Begriff, dabei lieben wir (vorallem der Mann und das große Kind) Comics hier sehr.

    Das schlimmste an der Schule hat für mich oft gewechselt. Sehr präsent sind allerdings meine beiden Klassenlehrer:innen der Mittelstufe. Als ich mit Problemen zu ihnen kam um diese mit ihnen erwachsen und sachlich zu besprechen haben sie mich lächerlich und nieder gemacht. Dieses Gefühl hat mich nachhaltig sehr beeinträchtigt und die nachfolgenden Konsequenzen trage ich noch immer. Vielleicht bin ich deswegen so gerne Lehrerin um dafür zu sorgen, dass Kinder bei einer Lehrkraft weniger Gefahr auf eine solche Behandlung haben.

    Freue mich auf die nächsten Vorstellungen, jetzt müssen wir erstmal Kindergeburtstag feiern 🎉

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